Übelkeit, Konzentrationsstörungen, großer Durst - Diabetes zeigt sich auf verschiedene Arten, aber eines ist sicher: Man sollte der Krankheit ernst nehmen und sich ausreichend informieren, um auf jede Situation vorbereitet zu sein. Wir weisen Ihnen einen Weg, damit umzugehen und was in welchem Fall zu tun ist.


 
Informationen über Hyperglykämie und Hypoglykämie


 

Fußpflege für Diabetiker


Der richtige Schuh - Wie mache ich es richtig?

Nehmen Sie sich zum Schuhkauf viel Zeit, erledigen Sie diesen Kauf am besten nachmittags.

Stellen Sie den Fuß auf ein Blatt Papier, zeichnen Sie die Umrisse nach und schneiden Sie den gezeichneten Fuß aus. Legen Sie dieses Blatt in den Schuh. Nur wenn es glatt auf der Innensohle liegt, hat Ihr Fuß genügend Platz.

Achten Sie darauf, dass der Schuh nirgends drückt. Prüfen Sie mit der Hand, ob die Innenflächen des Schuhs glatt sind.

Auch Ihre alten Schuhe sollten Sie täglich auf Unebenheiten, aufgeplatzte Nähte oder andere Stellen, die zu Reibung oder Druck führen könnten, untersuchen.

Bei sehr gefährdeten Füßen können Diabetiker Spezialschuhe mit diabetesgerechten Einlagen verordnet werden. Fragen Sie Ihren Arzt!



Die Füße

Unsere Füße gehören zu den vernachlässigten Körperteilen, obwohl sie uns täglich kilometerweit tragen. Als Diabetiker müssen Sie Ihren Füßen viel Aufmerksamkeit widmen.



So beugen Sie Komplikationen vor

Bei langjährigem, besonders bei über längere Zeit schlecht eingestelltem Diabetes kann es zu Nerven und Gefäßschäden an den Füßen kommen. Verletzungen werden durch die verminderte Schmerzempfindung oft nicht oder erst sehr spät bemerkt. Durch die Nervenschädigung kann eventuell auch weniger oder gar kein Fußschweiß mehr gebildet werden; die Haut wird dann trocken und rissig. Alle diese Veränderungen lassen Wunden an den Füßen schlechter heilen. Diesen Gefahren kann vorgebeugt werden durch gute Blutzuckereinstellung, intensive Fußpflege und regelmäßige Fußgymnastik.

Ausschließen von weiteren Risikofaktoren wie:

  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht



Ihr tägliches Fußpflegeprogramm

Waschen Sie Ihre Füße täglich ca. 5 Minuten in warmem (bis 36° C) Wasser, aber weichen Sie die Haut nicht durch zu lange Fußbäder auf. Überprüfen Sie die Temperatur mit einem Thermometer, weil öfter auch das Temperaturempfinden eingeschränkt ist. Benutzen Sie eine milde Seife (z. B. Babyseife), spülen Sie die Seife gründlich ab und trocknen Sie die Füße sorgfältig - besonders zwischen den Zehen! - mit einem weichen Handtuch ab. Untersuchen Sie hierbei die Füße auf Hautveränderungen und Verletzungen, nehmen Sie für die Fußsohle gegebenenfalls einen Spiegel zu Hilfe. Für raue, rissige oder trockene Haut verwenden Sie eine Lanolin- oder Fettsalbe. Feilen Sie die Zehennägel nicht zu kurz und möglichst gerade; spitze Ecken können Sie etwas abrunden. Hornhaut behandeln Sie am besten mit einem Bimsstein.



Schützen Sie Ihre Füße vor Verletzungen

Verwenden Sie keine scharfen Werkzeuge, also keinen Hornhauthobel, keine Schere, auch keine Hornhaut- oder Hühneraugensalbe. Laufen Sie nicht barfuß - die Gefahr von Verletzungen (oder Insektenstichen) ist zu groß. Schützen Sie Ihre Füße vor Sonnenbrand. Benutzen Sie nie eine Wärmflasche oder ein Heizkissen, um Ihre Füße zu wärmen! Angewärmte, weiche Wollsocken - auch im Bett - verhelfen Ihnen besser und gefahrloser zu warmen Füßen. Zeigen Sie auch kleine Veränderungen an den Füßen Ihrem Arzt.



Schuhe und Strümpfe

Ihre Füße brauchen Luft und Platz! Tragen Sie nach Möglichkeit Strümpfe aus Materialien, die Ihre Haut atmen lassen, also aus Wolle, Baumwolle oder Seide. Wechseln Sie die Strümpfe täglich.


 

Ich werde krank - was mache ich mit meinem Diabetes?

 

Als Diabetiker im Krankenhaus

Es gibt immer wieder Situationen, die einen Krankenhausaufenthalt erfordern. Als Diabetiker sollten Sie - nach Möglichkeit - auch einen Krankenhausaufenthalt planen. Sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt über Ihre Befürchtungen und Probleme und eventuell notwendige Veränderungen bei Ihrer Diabetesbehandlung. Günstig ist auch ein Kontakt zwischen Ihrem Hausarzt und dem behandelnden Arzt im Krankenhaus.



Wenn Sie im Krankenhaus sind, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Kümmern Sie sich auch im Krankenhaus um Ihren Diabetes wie zu Hause.
  • Nehmen Sie Ihre gewohnten Materialien mit: ® NovoPen 3 mit Zylinderampullen oder ® Fertigspritzen und NovoFine Kanülen oder Insuline und Spritzen, Ihr Testgerät und die Testmaterialien, Ihr Diabetikertagebuch, Traubenzucker.
  • Weisen Sie Ihren behandelnden Arzt und die Stationsschwester auf Ihren Diabetes hin und erläutern Sie Ihre übliche Behandlung.
  • Achten Sie selbst darauf, was und wie viel Sie essen - bei einer so großen Organisation, wie sie in einem Krankenhaus notwendig ist, kann es - vor allem anfangs - zu Fehlern kommen.
  • Versuchen Sie mit den Ärzten und Schwestern auf Ihrer Station Lösungen für Ihre Probleme zu finden.


Diabetes und Krankheit

Krankheiten bedeuten für den Diabetiker immer eine zusätzliche Belastung. Sie sind nicht nur krank, meist kommt auch Ihre Stoffwechseleinstellung durcheinander. Eine kurzfristige, leichte Erkrankung erfordert Vorsichtsmaßnahmen:

  • Testen Sie häufiger als gewöhnlich Ihre Blutzuckerwerte.
  • Versuchen Sie, Ihren Kostplan weitgehend einzuhalten.
  • Lassen Sie niemals Ihr Insulin ganz weg, auch wenn Sie nichts essen können.
  • Schreiben Sie alles genau auf:
    • wann und wie viel Sie gespritzt haben
    • Blutzuckerwerte und Uhrzeit
    • Mahlzeiten mit Menge und Uhrzeit
  • Verständigen Sie Ihren Arzt und lassen Sie Ihre Erkrankung behandeln


Fieber und Infektionen

Bei schwereren Erkrankungen (mit Fieber) kann der Insulinbedarf erhöht sein - regelmäßige Blutzuckerkontrollen sind wichtig, um durch frühe Anpassung der Insulindosis einer Blutzuckerentgleisung vorzubeugen. Sie sollten viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Wenn Sie appetitlos sind, können Sie einen Teil Ihrer Kohlenhydrate in Form von Fruchtsaft zu sich nehmen.


Erbrechen und Durchfall

Bei Erbrechen und Durchfall kann es, aufgrund der mangelnden Nahrungsaufnahme, zu Unterzuckerungen kommen. Sie können versuchen, stark gesüßten Tee (alle 30 Minuten 2-4 Schlucke) zu trinken oder Traubenzuckerplättchen unter der Zunge zergehen zu lassen. Als wirksames Mittel bei Erbrechen haben sich auch normale Cola (100 ml = 1 BE/KHE), (keine Cola light), und Salzstangen erwiesen. Eventuell muss kurzfristig die Insulindosis angepasst werden. Zögern Sie nicht, Ihren Arzt zu fragen! Bei akuten Erkrankungen im Magen/Darm-Bereich können Sie Ihre erforderlichen Kohlenhydratmengen durch leichter verdauliche Nahrungsmittel ersetzen, z. B. Brot durch Zwieback, Haferflocken oder Grieß.