Das Herz wird nicht richtig durchblutet, plötzlich wird Ihnen ganz heiß, die Luft scheint knapp, der Kreislauf wirkt plötzlich instabil... Koronare Herzkrankheiten sind gefährlich, die Ursachen vielfältig - dabei handelt es sich sogar um eine der häufigsten Todesursachen der Welt. In unserem Ratgeber erläutern wir Ihnen, was eigentlich eine Koronare Herzkrankheit ist und wie man damit umgehen sollte, um sich selbst zu schützen!


 

Das Herz im Test

Leistung satt, lange Lebensdauer, günstiger Verbrauch. Das waren die Vorgaben an die Entwicklungsabteilung der Natur. Wie löst das Herz diese Aufgabe? Ein Testbericht aus dem Wissenschaftsbüro von Quarks & Co 


Technische Daten:

  • Gewicht: Herz in Ruhe: 300 gr. || Trainiertes Herz: 500 gr.
  • Schlagvolumen: Herz in Ruhe: 70 ml || Trainiertes Herz: >200 ml
  • Herzfrequenz: Herz in Ruhe: 70/min | Trainiertes Herz: >180/min
  • Herz- Zeitvolumen: Herz in Ruhe: 5 L/min || Trainiertes Herz: >25 L/min
  • Sauerstoffverbrauch: Herz in Ruhe: 20- 30 ml/min || Trainiertes Herz: 100- 200 ml/min
  • max. Druckanstiegsgeschwindigkeit: Herz in Ruhe: 200 kPa/s || Trainiertes Herz: 333 kPa/s
  • Durchblutung: Herz in Ruhe:250 ml/min || Trainiertes Herz: >1000 ml/min

 
Die Konstruktion

Zwei Pumpen in einem Gehäuse in Kompaktbauweise, mit Mehrventiltechnik, reibungsfreier Aufhängung im Herzbeutel und integrierter Steuerungssoftware. Technik vom Feinsten.

> Die Bestnote: Sehr gut

 
Das Design

Einfache, funktionale Gestaltung, die nicht verrät, was drinsteckt.

> Note: Zwei minus

 
Die Leistung

7000 Liter Pumpvolumen pro Tag. Problemlose Drehzahlerhöhung, bis zu sechsfacher Auswurf unter Belastung. Mehr Power durch richtiges Training. Konkurrenzlos. Aber: mäßiger Wirkungsgrad.

> Note: Eins minus


Der Verbrauch

Das Herz verbrennt problemlos 3 verschiedene Kraftstoffe. Das schafft kein herkömmlicher Motor. Aber: hoher Sauerstoffverbrauch.

> Note: Gut

 
Der Verschleiß

70 Jahre und mehr wartungsfrei und zuverlässig. Aber: Verschleißarm nur bei guter Pflege.

> Note: Eins minus

 
Gesamturteil: Fast perfekt!

Das Herz ist ein grundsolider Antrieb ohne größere Schwächen. Wer es besitzt, wird ein Leben lang große Freude an ihm haben.

 


Was ist eine koronare Herzkrankheit?

Unter koronarer Herzkrankheit (kurz KHK) werden alle Krankheitsbilder zusammengefasst, die durch eine Mangeldurchblutung des Herzmuskels hervorgerufen werden. Hierzu gehören neben Angina pectoris auch Herzinfarkt und der plötzliche Herztod.

Bedingt durch eine verminderte Durchblutung können die Sauerstoff- und Nährstoffbedürfnisse des Herzmuskels nicht erfüllt werden. Insbesondere bei körperlicher Anstrengung oder emotionalem Stress reicht die Versorgung dann nicht aus. In den meisten Fällen ist eine Arteriosklerose in den Herzkranzgefäßen die Ursache. Hier wird durch fetthaltige Ablagerungen, den sogenannten „Plaques", der Blutfluss teilweise oder vollständig blockiert.

In seltenen Fällen kann die verminderte Durchblutung des Herzmuskels auch durch einen plötzlich auftretenden Krampf der Koronararterien bedingt sein.

 

Wie stellt der Arzt eine koronare Herzkrankheit fest?

Manchmal kann der Arzt schon aus den Beschwerden und der Krankengeschichte eine koronare Herzkrankheit erkennen, in den meisten Fällen wird jedoch erst eine genauere Untersuchung Klarheit bringen.

Zuerst werden Ihr Blutdruck und Ihr Puls gemessen und das Herz und die Lunge auf verdächtige Geräusche abgehört.

Danach kann Ihr Arzt ein EKG anfertigen, weil eine koronare Herzkrankheit in manchen Fällen an typischen Abweichungen der Wellenformen erkennbar ist.

Vielleicht wird Ihr Arzt auch ein Belastungs-EKG durchführen, weil er hier Veränderungen erkennen kann, die nur auftreten, wenn das Herz mehr arbeiten muss und die Herzkranzgefäße es nicht mehr ausreichend versorgen können.

Wenn nach den bisherigen Untersuchungen noch nicht klar ist, ob eine koronare Herzkrankheit vorliegt, können spezielle Untersuchungsmethoden, wie z.B. Langzeit-EKG, Myokardszintigraphie, bei der mit Hilfe von radioaktiv markierten Substanzen die Durchblutung des Herzmuskels beobachtet werden kann, oder Echokardiographie (Ultraschalluntersuchung), weiterhelfen.

Die genauesten Informationen über Ort und Ausmaß einer Koronarverengung liefert die Herzkatheteruntersuchung. Bei dieser Untersuchungsmethode wird ein sehr dünner Schlauch (Katheter) in die Herzkranzgefäße eingeführt, über den ein Röntgenkontrastmittel in die Koronararterien gespritzt wird. Anschließend kann eine Röntgendarstellung der Kranzgefäße durchgeführt werden, auf der die Einengungen sichtbar gemacht werden.

 
Was versteht man unter einer Angina pectoris?

Typisches Anzeichen eines Angina-pectoris-Anfalls ist ein charakteristisches Druckgefühl im Brustbereich, so als werde der Brustkorb eingeengt oder in einen Schraubstock gespannt (Angina pectoris bedeutet wörtlich "Enge der Brust"). Vielfach strahlt der Schmerz bis in die linke Schulter oder den Oberarm aus, gelegentlich werden die Beschwerden auch im Nacken und im Schlüsselbeinbereich angegeben oder als Magenverstimmung empfunden.

Bei einem Angina-pectoris-Anfall sind die Durchblutung und damit die Sauerstoffversorgung des Herzens vorübergehend vermindert. Dies ist vor allem bei körperlicher Anstrengung oder seelischer Belastung der Fall, weil das Herz dann mehr Arbeit leisten muss und der Sauerstoffverbrauch zunimmt. Können die Herzkranzgefäße diesen zusätzlichen Sauerstoff nicht heranführen, kommt es zu den charakteristischen Schmerzen im Brustbereich.

Die Schmerzen halten meist nur wenige Minuten an und lassen bei Ruhe wieder nach. Bei fortschreitender Atherosklerose können die Schmerzattacken schließlich auch in Ruhephasen auftreten.

Eine mangelhafte Durchblutung des Herzens kann auch ohne Schmerzen auftreten. Medizinisch spricht man dann von stummen Ischämien. Sie sind für die Entwicklung von schwerwiegenden Herzkrankheiten wie beispielsweise Herzinfarkt genauso gefährlich wie schmerzhafte Anfälle.

 


Was ist ein Herzinfarkt?

Der Herzinfarkt tritt auf, wenn ein Herzkranzgefäß (Koronararterie) vollständig verschlossen ist und damit die Sauerstoffzufuhr abgeschnitten wird. Der Teil des Herzmuskelgewebes, der durch dieses Gefäß mit Blut versorgt wurde, stirbt daraufhin ab und vernarbt.

 Die Folgen eines Herzinfarkts hängen vom Ausmaß des zerstörten Gewebes und der Lokalisation des Herzinfarkts ab. Kommt mehr als die Hälfte des Herzgewebes zu Schaden, kann das Herz nicht mehr arbeiten. Der plötzliche Herztod, der durch Stehenbleiben des Herzens verursacht wird, ist dann die Folge.

Selbst wenn diese Notsituation des vollständigen Herzstillstandes überbrückt werden kann, ist die Gefahr eventueller Spätfolgen nicht gebannt. In der Folgezeit sind Patienten anfällig für die Ausbildung von chronischen Herzrhythmusstörungen oder einer Herzinsuffizienz, bei der die Pumpleistung des Herzens verringert ist. Besonders Herzinfarkt gefährdet sind diejenigen Menschen, die bereits an einer Angina pectoris oder einer anderen Form der Durchblutungsstörung am Herz gelitten haben.

 

Wie kommt es zum Herzinfarkt?

Die häufigste Ursache des Herzinfarktes ist die Atherosklerose (umgangssprachlich Arterienverkalkung). Dabei kommt es zu Ablagerungen von Blutfetten, vor allem Cholesterin, an der Innenwand der Blutgefäße. Diese Ablagerungen werden medizinisch als Plaques bezeichnet und sorgen im Laufe der Zeit dafür, dass Blutgefäße zunehmend eingeengt werden und an Elastizität verlieren.

Die Gefahr für einen Herzinfarkt geht dabei von sich gerade ausbildenden, instabilen Plaques aus. Diese enthalten einen ausgedehnten cholesterinhaltigen Kern, der nur durch eine dünne Zellschicht vom Blutstrom abgetrennt ist. Reißt diese auf, kommt es zur Anlagerung von Blutplättchen, die ein Gerinnsel (Thrombus) bilden.

Dieser körpereigene Reparaturmechanismus kann im Blutgefäß fatale Folgen haben: Ist der gebildete Thrombus groß genug, kann er zum Verschluss des Blutgefäßes führen und den Blutfluss zum Erliegen bringen. Geschieht dies in einem Herzkranzgefäß, ist ein Herzinfarkt die Folge.

 
Symptome eines Herzinfarkts

In aller Regel verspürt der Betroffene bei einem Herzinfarkt meist starke, als vernichtend empfundene Schmerzen in der Brust, die oft in den linken Arm ausstrahlen. Es können auch Atemnot, Übelkeit, starke Angstgefühle, Schweißausbrüche, allgemeines Schwächegefühl, Blässe oder Herzstolpern auftreten.

Ein Herzinfarkt kann aber auch völlig unbemerkt verlaufen. Man spricht dann von einem „stummen” Herzinfarkt. Je früher ein Herzinfarkt behandelt wird, desto größer sind die Überlebenschancen und desto geringer sind die Folgen des Infarkts. Rasche ärztliche Behandlung ist daher unbedingt notwendig.

 
Risikofaktoren

Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählen zu den Erkrankungen, für deren Entstehung eine Vielzahl von Risikofaktoren verantwortlich ist. Je mehr Risikofaktoren vorliegen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, am Herzen zu erkranken oder ein sogenanntes "kardiales Ereignis", wie z.B. einen Herzinfarkt, zu erleiden. Wie hoch das persönliche Risiko ist, hat jeder ein Stück weit selbst in der Hand, denn eine Reihe von Risikofaktoren sind auf eine falsche Lebensweise zurückzuführen. Um gesund zu bleiben, sollten ein ungesunder Lebensstil und bestehende Risikofaktoren so früh wie möglich erkannt und beseitigt werden. Studien belegen, dass durch eine konsequente Senkung der wichtigsten Risikofaktoren - sei es durch eine Änderung des persönlichen Lebensstils oder durch eine medikamentöse Behandlung – ein Großteil der Erkrankungen vermieden werden kann.

 
Zu den gesicherten Risikofaktoren zählen:

  • Nicht beeinflussbare Risikofaktoren
    • Alter (Risiko steigt mit zunehmendem Alter)
    • Geschlecht (Risiko ist bei Männern höher)
    • Familiäre Vorbelastung

  • Beeinflussbare Risikofaktoren
    • Übergewicht
    • Bluthochdruck
    • Erhöhte Blutfettwerte (Cholesterin)
    • Rauchen
    • Übermäßiger Alkoholkonsum
    • Diabetes
    • Stress
    • Ungenügende körperliche Bewegung

Was ist ein Schlaganfall?

Bei einem Schlaganfall (medizinisch: Apoplex) handelt es sich um eine plötzlich auftretende schwere Funktionsstörung des Gehirns, die durch eine Verminderung oder vollständige Unterbrechung der Blutversorgung bestimmter Gehirnbezirke entsteht.

Ungefähr 250.000 Menschen erleiden in Deutschland jährlich einen Schlaganfall. Etwa drei Viertel der Schlaganfälle treffen dabei Menschen, die älter als 65 Jahre sind. Dennoch ist der Schlaganfall keine typische Alterskrankheit. Mit zunehmendem Alter steigt jedoch das Schlaganfallrisiko.

 
Wie kommt es zum Schlaganfall?

Eine Durchblutungsstörung des Gehirns kann in erster Linie durch zwei wesentliche Ursachen hervorgerufen werden:

 
Verengung oder Verschluss eines hirnversorgenden Blutgefäßes

85 Prozent aller Schlaganfälle entstehen durch den Verschluss eines Blutgefäßes im Gehirn. Verantwortlich hierfür sind durch Arteriosklerose hervorgerufene Ablagerungen an den Blutgefäßwänden. Es können aber auch aus anderen Teilen des Kreislaufsystems Blutgerinnsel in die Blutbahn des Gehirns verschleppt werden, dort stecken bleiben und das Gefäß verschließen. Man spricht dann von einer sog. Embolie.

 
Aufplatzen eines Blutgefäßes im Gehirn (Hirnblutung)

Bei rund 15 Prozent der Schlaganfälle handelt es sich um Hirnblutungen, die durch Zerreißen eines Blutgefäßes entstehen. Dies geschieht vor allem dort, wo Gefäße durch Arteriosklerose vorgeschädigt oder krankhaft erweitert sind. Auslöser bzw. Ursache ist häufig ein zu hoher Blutdruck.

 
Gibt es Warnsignale, die Schlaganfall ankündigen?

Leider treten nicht immer Warnsignale auf, die einen Schlaganfall ankündigen. Warnsignale treten dann auf, wenn einem Schlaganfall Phasen vorübergehender Durchblutungsstörungen voraus gehen. Diese werden transitorische ischämische Attacken (TIA) genannt und dauern meist nur wenige Minuten an.

 
Zu den typischen Alarmsignalen, die von den Betroffenen häufig verharmlost werden, zählen:

  • flüchtige halbseitige Lähmung oder Taubheitsgefühl
  • Arm oder Bein einer Seite fühlen sich wie eingeschlafen an
  • kurzzeitige Sprechstörungen
  • plötzliche Sehstörung auf einem Auge

Betroffene sollten umgehend einen Arzt kontaktieren. Dieser entscheidet dann das weitere Vorgehen.

 
Welche Symptome treten bei einem Schlaganfall auf?

Welche Auswirkungen und Symptome ein Schlaganfall hat, hängt davon ab, welche Bereiche des Gehirns geschädigt wurden. Ein Schlaganfall kann sich daher sehr unterschiedlich auf das Leben eines Betroffenen auswirken.

 
Typische Leitsymptome eines Schlaganfalls sind:

  • plötzlich einsetzende, einseitige Lähmungen (Halbseitenlähmung)
  • Sprachschwierigkeiten, häufig in Verbindung mit einer rechtsseitigen Lähmung
  • Sehstörungen wie einseitiger Sehverlust
  • Sehen von Doppelbildern oder verschwommenes Sehen
  • Drehschwindel mit Gangunsicherheit
  • plötzliche Bewusstseinstrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Verwirrtheit
  • heftigste Kopfschmerzen

 
Wie wird ein Schlaganfall behandelt?

Der akute Schlaganfall ist ein Notfall, der sofortige Maßnahmen erfordert - jede Minute zählt. Je schneller ein Patient ins Krankenhaus kommt, desto besser sind seine Chancen zu überleben und bleibende Schäden zu verhindern.

In der Akutbehandlung geht es darum, lebenswichtige Funktionen wie Kreislauf und Atmung aufrechtzuerhalten. Der Blutdruck, Blutzucker und auch die Temperatur des Patienten müssen eingestellt werden, um eine möglichst gute Durchblutung des Gehirns zu ermöglichen. Kann mittels Computertomographie eine Hirnblutung ausgeschlossen werden, erhält der Patient Medikamente, welche das Blutgerinnsel auflösen und die Wiederversorgung des betroffenen Gehirnabschnitts gewährleisten. Diese Akutbehandlung wird in Spezialstationen sog. Stroke Units, die in größeren Kliniken aufgebaut wurden, durchgeführt. In diesen stehen Schlaganfallpatienten die neuesten Diagnose- und Therapiemethoden zur Verfügung.

Die Nachbehandlung setzt auf Rehabilitationsmaßnahmen wie Krankengymnastik, Physiotherapie oder Sprach- und Ergotherapie, um Folgeschäden eines Schlaganfalls so weit wie möglich zu begrenzen und eine Pflegebedürftigkeit vorzubeugen. Zusätzlich werden spezielle Medikamente wie Acetylsalicylsäure (ASS) oder Phenprocoumon gegeben, die eine unerwünschte Blutgerinnung unterbinden, um einer fortschreitenden Verstopfung des betroffenen Blutgefäßes entgegen zu wirken.

 


Wie können Sie Ihren Blutdruck selbst messen?

Die Blutdruckselbstmessung wird als sinnvolle Ergänzung zur Arztmessung empfohlen. Für die Selbstmessung des Blutdrucks stehen Ihnen verschiedene Geräte zur Auswahl. Bevorzugt werden Messgeräte verwendet, welche die Messung halb- oder vollautomatisch – in der Regel am Handgelenk - durchführen. Bitte lesen Sie zum richtigen Bedienen Ihres Gerätes die Gebrauchsanleitung des Herstellers. Zudem empfehlen wir Ihnen, eine Messung gemeinsam mit Ihrem Arzt oder Apotheker durchzuführen.

 
Worauf Sie bei der Blutdruckmessung achten sollten:

  • Messen Sie den Blutdruck nach Möglichkeit regelmäßig zu festen Zeiten und immer am gleichen Arm
  • Fragen Sie ihren Hausarzt, zu welcher Tageszeit und wie oft Sie messen sollen
  • Vor der Messung sollten Sie sich einige Minuten im Sitzen entspannen, damit Sie körperlich und seelisch zur Ruhe kommen
  • Halten Sie während der Messung die Blutdruckmessstelle (z.B. das Handgelenk) etwa auf Höhe des Herzens
  • Warten Sie mindestens 30 Sekunden, bevor Sie eine Wiederholungsmessung durchführen
  • Notieren Sie alle Blutdruckwerte in einem Blutdruckpass (bekommen Sie in der Apollonia Apotheke)

 
Wann spricht man von Bluthochdruck?

Blutdruckwerte unter 120 mmHg systolisch und 80 mmHg diastolisch bei einem Erwachsenen gelten als optimal. Von hohem Blutdruck (Hypertonie) sprechen Mediziner erst, wenn der Blutdruck über einen längeren Zeitraum Werte von 140 mmHg systolisch und 90 mmHg diastolisch überschreitet. Eine Einteilung verschiedener Schweregrade des Bluthochdrucks nach den Empfehlungen der Hochdruckliga und der Weltgesundheits-Organisation können Sie der folgenden Tabelle entnehmen. Bitte beachten Sie, dass mit zunehmendem Alter die Blutdruckwerte ansteigen können, ohne dass ein krankhafter Bluthochdruck vorliegen muss.

 
Bemerkt man, dass der Blutdruck zu hoch ist?

Bluthochdruck bereitet keine Schmerzen und oft treten keine Beschwerden auf, die frühzeitig vor ihm warnen. Vielmehr stellt Bluthochdruck eine „stille Gefahr" dar, da viele Menschen sich trotz hohem Blutdruck jahrelang wohl und leistungsfähig fühlen. Aus diesem Grund bleibt ein Bluthochdruck oft über lange Zeit unentdeckt und wird erst bei einer Routineuntersuchung zufällig festgestellt.


 Klassifikation:

  • optimal: Systolisch: <120 mmHg || Diastolisch: <80 mmHg
  • normal: Systolisch: <130 mmHg || Diastolisch: <85 mmHg
  • "noch normal": Systolisch: 130 - 139 mmHg || Diastolisch: 85 - 89 mmHg
  • Milde Hypertonie (Schweregrad 1): Systolisch: 140 - 159 mmHg || Diastolisch: 90 - 99 mmHg
  • Mittlere Hypertonie (Schweregrad 2): Systolisch: 160 - 179 mmHg || Diastolisch: 100 - 109 mmHg
  • Schwere Hypertonie (Schweregrad 3): Systolisch: >180 mmHg || Diastolisch: >110 mmHg

 
Wodurch entsteht Bluthochdruck?

Nur bei etwa 5 Prozent aller Menschen mit Bluthochdruck gibt es eine bekannte Ursache, wie z.B. Nierenerkrankungen, Herzerkrankungen oder Störungen im Hormonhaushalt. Meistens kennt man jedoch den Grund für den hohen Blutdruck nicht und spricht dann von einer primären oder essentiellen Hypertonie.

Eine Vielzahl von Einflüssen kann die Entstehung von Bluthochdruck fördern. Neben Faktoren, die man nicht verändern kann, wie erbliche Veranlagung, Alter, Erkrankungen wie Zuckerkrankheit und Fettstoffwechselstörungen, gibt es auch viele, die der Patient beeinflussen kann. Hierzu gehören vor allem Rauchen, Übergewicht, kochsalzreiche Ernährung, Bewegungsmangel, hoher Alkoholkonsum und übermäßiger Stress.

 
Warum ist Bluthochdruck so gefährlich?

Bei zu hohem Blutdruck ist das gesamte Gefäßsystem stark belastet, weil die Gefäße einem höheren Druck standhalten müssen. Dadurch können kleinste Risse in der Gefäßinnenhaut entstehen. An diesen lädierten Stellen kommt es durch eine Reihe von Stoffwechselprozessen zur Verdickung und Verhärtung der Gefäßwände. Mediziner sprechen dann von der Ausbildung einer Arteriosklerose (umgangssprachlich Arterienverkalkung). Bluthochdruck ist dabei der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung der Arteriosklerose. Als Folge der Arteriosklerose kommt es zum teilweisen oder vollständigen Verschluss der betroffenen Arterien und damit zur Unterversorgung nachfolgender Organe mit Blut. Betrifft die Arteriosklerose die Herzkranzgefäße kann es zu Angina pectoris Anfällen oder zur Ausbildung einer koronaren Herzkrankheit kommen. Ein vollständiger Gefäßverschluss führt zum Herzinfarkt.

Sind Nierenarterien betroffen, können die Nieren ihre Aufgabe, Blut zu filtern und von giftigen Stoffwechselprodukten zu befreien, nicht mehr nachkommen. Es entwickelt sich eine sogenannte Niereninsuffizienz.

Im Gehirn kann eine Unterversorgung durch Arteriosklerose einen Schlaganfall zur Folge haben.

Hoher Blutdruck kann aber noch weitere Folgen haben: Da das Herz bei Bluthochdruck das Blut mit größerem Kraftaufwand durch die Arterien pumpen muss, arbeitet es ständig mit voller Kraft. Diese dauerhafte Überbelastung führt zur Herzmuskelschwäche (medizinisch: Herzinsuffizienz) und das Herz kann seine Funktion nicht mehr voll erfüllen.

 
Dabei können Sie den Blutdruck durch folgende Maßnahmen positiv beeinflussen:

  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht
  • Einstellen des Rauchens
  • Alkoholkonsum reduzieren
  • körperliche Bewegung fördern
  • Reduktion des Salzkonsums bzw. Ernährung umstellen
  • Stressabbau

 
Wie wird Bluthochdruck behandelt?

Das Ziel jeder Hochdruckbehandlung ist eine zuverlässige und dauerhafte Blutdrucksenkung auf Werte unter 140/90 mmHg. Bei einigen Patienten kann dieser Blutdruck allein durch eine Änderung der Lebensführung erreicht werden. Wenn Ihr Blutdruck durch diese Maßnahmen nicht auf Normalwerte gesenkt werden kann, ist eine medikamentöse Behandlung unverzichtbar. Die am häufigsten eingesetzten Medikamente sind ACE-Hemmer, Diuretika, Betablocker, Kalzium-Antagonisten und Angiotensin-II-Antagonisten, wobei der Arzt entscheidet, welches Arzneimittel für Sie persönlich am geeignetsten ist.


Risikofaktor Übergewicht

Ganz einfach erlernen Sie, sich gesund zu ernähren und abzunehmen in unseren Ernährungsumstellungskursen. „ Leichter leben in Deutschland „ begleitet Sie dabei. Fragen Sie uns nach dem nächsten Termin!

Einer der anerkannten Risikofaktoren für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall ist Übergewicht. Je stärker das Normalgewicht überschritten wird, desto schwerer muss das Herz arbeiten, weil es mehr Körpermasse mit Blut versorgen muss. Hinzu kommt, dass viele Übergewichtige sich aufgrund ihrer Körperfülle bei körperlicher Bewegung nicht mehr wohl fühlen. Sie bewegen sich daher weniger und werden inaktiv.

Laut Statistiken erhöht sich das Risiko. Die drei Grundprinzipien einer erfolgreichen Gewichtnormalisierung sind: Vollwertige, ausgewogene und fettarme Ernährung Änderung des Essverhaltens Ausreichend Bewegung– Steigerung der körperlichen Aktivität einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, auf das Doppelte, wenn Ihr Normalgewicht nur um 20% überschritten wird. Meist haben Übergewichtige sehr viel öfter Bluthochdruck oder erhöhte Cholesterinwerte, was das Risiko für Herzkrankheiten zusätzlich erhöht. Grund genug, sich von seinem Übergewicht zu trennen. Versuchen Sie, Ihr Normalgewicht zu erreichen. Setzen Sie sich mit dem Abnehmen nicht zu hohe Ziele, sondern versuchen Sie Schritt für Schritt Ihr Zielgewicht zu erreichen.

Bei leichtem Übergewicht ist eine Gewichtsreduktion von etwa einem halben Kilogramm pro Woche realistisch. Bei starkem Übergewicht ist eine stetige Gewichtsreduzierung von einem Kilogramm pro Woche erstrebenswert.

 
Die drei Grundprinzipien einer erfolgreichen Gewichtnormalisierung sind:

  • Vollwertige, ausgewogene und fettarme Ernährung
  • Änderung des Essverhaltens
  • Ausreichend Bewegung– Steigerung der körperlichen Aktivität

 
 
Habe ich Übergewicht?

Seit einigen Jahren wird das Körpergewicht immer häufiger nach dem sogenannten Body-Mass-Index (kurz BMI) bewertet. Diesen kann man nach folgender Formel berechnen: 

 
BMI = Körpergewicht in kg / (Körpergröße in m  x  Körpergröße in m)

 
Von Übergewicht spricht man, wenn der Body-Mass-Index über dem Wert von 25 liegt.

 

Wie sollten Sie sich ernähren?

In vielen Fällen können Sie durch die richtige Ernährung viel zur Behandlung Ihrer Erkrankung beitragen. Gerade durch die Reduzierung eines vorhandenen Übergewichts können viele Herz-Kreislauf-Krankheiten gebessert werden. So kann z.B. der Blutdruck um 2 bis 4 mmHg pro Kilogramm verlorenen Körpergewichts sinken. Streben Sie daher Ihr Zielgewicht an. Aber nicht Radikalkuren oder die in vielen Zeitschriften angepriesenen Diäten bringen dauerhaften Erfolg. Vielmehr ist die Umstellung auf eine ausgewogene, bewusste Ernährung erforderlich, die zwar keine schnellen Erfolge, dafür aber eine anhaltende Gewichtsabnahme bringt. Wenn Sie auf den Kaloriengehalt der Nahrungsmittel achten und versuchen, sich bewusst salz- und fettarm zu ernähren sowie vitamin- und ballaststoffreiche Speisen zu bevorzugen, werden Sie neben dem günstigen Einfluss auf Herz und Kreislauf zusätzlich bemerken, dass Sie sich auch allgemein wohler fühlen.

Im Allgemeinen sollten Sie Gemüse, Salate, Obst und Kartoffeln bevorzugen und wenig Fleisch und fetthaltige Speisen zu sich nehmen. Auch Fischgerichte, ein- bis zweimal in der Woche, können gerade bei Arteriosklerose oder erhöhtem Cholesterin einen positiven Beitrag leisten.

Bei Getränken sollten Sie besonders auf den Kaloriengehalt achten. Statt Limonade sollten Sie Wasser oder Tee bevorzugen, weil Limonade und andere Erfrischungsgetränke sehr viel Zucker enthalten. Fruchtsäfte enthalten zwar Vitamine und Ballaststoffe, aber oft auch viel Zucker. Deshalb sollten Sie Fruchtsäfte nur in Maßen zu sich nehmen und frischgepresste Säfte oder Fruchtsäfte ohne Zuckerzusatz bevorzugen.

Versuchen Sie überdies, Ihre Speisen möglichst wenig zu salzen und dafür mehr Gewürze und frische Kräuter einzusetzen, weil viele Lebensmittel an sich schon viel Salz enthalten. Besonders salzhaltige Speisen, wie z.B. Fisch- oder Fleischkonserven, Schinken, Schmelzkäse oder manche Fertiggerichte, sollten Sie nach Möglichkeit meiden. Nach einer kurzen „Gewöhnungsphase” werden Sie feststellen, dass Ihre Speisen nicht nur gesünder sind, sondern auch viel raffinierter schmecken.

 
Cholesterinwerte senken - kein Problem

Auch erhöhte Cholesterinspiegel können Sie durch die Ernährung positiv beeinflussen. Dabei spielt das über die Nahrung aufgenommene Cholesterin keine so große Rolle wie früher angenommen. Das strikte Meiden von cholesterinreichen Nahrungsmitteln, wie Eier oder Leber, ist bei den meisten Patienten nicht erforderlich, eine leicht reduzierte Cholesterinaufnahme ist meist ausreichend. Von größerer Bedeutung sind die gesättigten Fettsäuren, die vor allem in tierischem Fett, aber auch in manchen Pflanzenölen, wie Palmöl oder Kokosfett, vorkommen. Diese Fette lassen den Cholesterinspiegel ansteigen. Dagegen wirken sich die sogenannten ungesättigten Fettsäuren, wie Ölsäure oder Linolsäure, die vor allem in Olivenöl, Maiskeimöl oder Sonnenblumenöl, aber auch in Nüssen vorkommen, positiv auf den Cholesterinspiegel aus. Versuchen Sie also, sich möglichst fettarm zu ernähren und gesättigte Fettsäuren durch ungesättigte Fettsäuren zu ersetzen.

Meiden Sie auch Nahrungsmittel, die einen hohen Gehalt an „trans-Fettsäuren” enthalten, wie Frittiertes (z.B. Pommes frites), Chips oder minderwertige Margarine, da auch trans-Fettsäuren einen Anstieg von Cholesterin bewirken. 

 
 
Geeignete und ungeeignete Nahrungsmittel bei cholesterinbewusster Ernährung 

Milch und Milchprodukte:

  • geeignet: fettarme Milch, Magermilch, Molke, Buttermilch, Magerquark, Hüttenkäse, Harzer Käse, Magerkäse unter 10 % Fett i.Tr.
  • ungeeignet: Vollmilch, Sahne, Crème fraîche, fettreiche Kondensmilch, Vollmilchjoghurt,Käsesorten mit mehr als 30 % Fett i.Tr.

Eier:

  • geeignet: Eiweiß
  • ungeeignet: Eigelb, Rührei, Spiegelei, Omelette

Fisch:

  • geeignet: Magerfische wie z.B. Kabeljau, Scholle, Forelle, Seelachs
  • ungeeignet: Aal, Räucheraal, Fischfrikadelle, Mastkarpfen, panierter Fisch

Wurstwaren:

  • geeignet: Wurstsorten mit einem Fettgehalt bis 20 %, gekochter Schinken ohne Fettrand, Putenschinken, Geflügelwurst
  • ungeeignet: Wurstsorten mit einem Fettgehalt über 20 %, Dauerwurst, Leberwurst, Mettwurst

Fleisch:

  • geeignet: Kalbfleisch, Kaninchen, Wild, Wildgeflügel, Hähnchen (ohne Haut)
  • ungeeignet: fettes Fleisch von Schwein, Rind oder Hammel, Innereien, Schinkenspeck, Speck, Gans, Ente

Kartoffeln:

  • geeignet: gekocht oder als Pellkartoffel, Kartoffelknödel, Püree 
  • ungeeignet: Bratkartoffeln, Pommes frites, Kartoffelchips

Soßen:

  • geeignet: fettarme Soßen, Soßen mit Zitrone oder Magerjoghurt zubereitet, fettarme Salatdressings
  • ungeeignet: Mayonnaise, Remoulade, sahnehaltige Dressings, Butter-, Sahne- und Käsesoßen

Süßspeisen und Süßwaren:

  • geeignet: Pudding mit fettarmer Milch, Fruchtpudding, Geleespeisen
  • ungeeignet: butter-, sahne- oder vollmilchhaltige Nachspeisen, Nougatcreme, Schokoriegel, Pralinen

Kuchen und Gebäck:

  • geeignet: mit fettarmer Milch und pflanzlichen Fetten hergestellte Produkte ohne Eigelb
  • ungeeignet: Torten, Schmalz- und Ölgebackenes, Butterkekse, Salz- und Käsegebäck 

Getränke:

  • geeignet: Filterkaffee, Tee, Mineralwasser, ungezuckerte Erfrischungs-, Frucht- und Gemüsesäfte
  • ungeeignet: ungezuckerte Erfrischungs-, Frucht- und Gemüsesäfte zuckerhaltige Limonaden und Säfte, Sahne und Eierlikör, ungefilterter Kaffee, Irish Coffee 

 

(mod. nach Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.)

 


Dürfen Herzkranke Sport treiben?

Sport in geeigneter Form verbessert Ihre Leistungsfähigkeit und kann sich positiv auf Ihr Herz und Ihren Kreislauf auswirken. Außerdem ist regelmäßige sportliche Betätigung ein guter Weg, um überflüssige Pfunde loszuwerden. Bevor Sie allerdings Ihr persönliches Fitnessprogramm aufnehmen, sollten Sie Ihren Arzt fragen, welche Form des Trainings für Sie in Frage kommt. Gut geeignet sind Ausdauersportarten. Diese haben nicht nur einen günstigen Trainingseffekt auf das Herz-Kreislaufsystem, sondern Intensität und Pensum lassen sich auch sehr gut auf die individuellen Bedürfnisse abstimmen. Falls Ihre Erkrankungen schwerwiegender sind, ist die Auswahl der für Sie richtigen Form des Trainings besonders wichtig. Vielleicht ist es auch günstig, in einer überwachten Herzsportgruppe unter ärztlicher Aufsicht Sport zu treiben. Informationen bekommen Sie von Ihrer Krankenkasse sowie der Deutschen Herzstiftung e.V.

 
Sportarten, die geeignet sind:

  • Jogging
  • Radfahren
  • Wandern und Bergwandern
  • Nordic-Walking
  • Skilanglauf
  • Schwimmen

 
Sportarten, die ungeeignet sind:

  • Kraftsportarten
  • Gewichtheben
  • Geräteturnen
  • Squash
  • Tauchen
  • jede Form von Leistungs- bzw. Wettkampfsport
  • Schießen
  • Fechten

Ungeeignet sind Sportarten mit hohem Kraftaufwand, max. Belastung & nervlicher Anspannung.

 
Wie stark darf ich mich beim Sport belasten?

Bei jeder körperlichen Belastung schlägt das Herz schneller und der Blutdruck steigt an, um den steigenden Sauerstoffbedarf des Körpers abzudecken. Damit das Herz-Kreislauf-System nicht überfordert wird, ist es wichtig, den idealen Bereich der Herzfrequenz während des Trainings zu kennen.

 
Tipps für das Ausdauertraining

  • Regelmäßigkeit ist das „ A und O“: 3 bis 4-mal pro Woche für ca. 30 Minuten
  • Lieber langsamer und dafür länger
  • Keine Höchstbelastung: die individuelle Belastungsgrenze sollte nicht überschritten werden
  • Integrieren Sie Ihr Bewegungsprogramm in Ihren Tagesablauf
  • Organisieren Sie Trainingspartner
  • Trainieren Sie nicht mit vollem Magen,warten Sie mindestens 2 Stunden nach dem Essen
  • Trinken Sie während des Trainings ausreichend
  • Sportmediziner empfehlen folgenden Trainingsablauf:
    • Aufwärmen
    • Dehnen der beanspruchten Muskulatur
    • Ausdauerbelastung
    • aktive Erholungsphase mit reduziertem Tempo

 
Doch wo liegt Ihre optimale Herzfrequenz?

Eine grobe Regel besagt, dass die Pulsfrequenz dann richtig ist, wenn Sie sich beim Sport noch locker unterhalten können. Diese Angabe ist natürlich etwas ungenau. Genauso wie das Pulsmessen mit der Hand. Es empfiehlt sich die Anschaffung eines Pulsmessgerätes. Das misst den Puls direkt am Herzen – mit Hilfe eines Gurtes, den Sie um Ihren Oberkörper tragen. Ein Sensor, der vor dem Trainingsstart mit Wasser leicht angefeuchtet werden sollte, überträgt den Herzschlag auf eine Digitaluhr am Handgelenk. Um den Pulsmesser erfolgreich einzusetzen, ermitteln Sie zunächst Ihre maximale Herzfrequenz: Sie nehmen als Basis die Zahl 220. Ziehen Sie davon Ihr Lebensalter ab. Nun haben Sie Ihre persönliche maximale Herzfrequenz – den Ausgangswert für Ihren Trainingspuls. Denn je nachdem, bei wie viel Prozent Ihrer maximalen Herzfrequenz Sie sich bewegen, erzielen Sie verschiedene Effekte.

 
Sex – ein Risiko für Herzkranke?

Grundsätzlich gilt, dass sich ein befriedigendes Sexualleben positiv auf die Psyche auswirkt und daher Ihre Gesundheit fördert. Die körperliche Belastung beim Geschlechtsverkehr ist nicht so groß, wie oft vermutet wird. Daher kommt der sogenannte Liebestod während des Sexualaktes nur sehr selten vor. Wenn Sie beim Treppensteigen oder schnellen Gehen keine Beschwerden haben, können Sie auch ihr Sexualleben wie bisher fortführen. Sollte Ihre körperliche Belastungsfähigkeit stark eingeschränkt sein, z.B. nach einem Herzinfarkt, dann wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt und sprechen Sie offen mit ihm über dieses Thema.